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Bundesbahn

  • Besuch auf der Marschbahn

    Die Ankündigung der DB, sich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 vom System „InterCity“ in der seit mehr als 50 Jahren bestehenden Form zu verabschieden und die noch bestehenden Verbindungen entweder durch ICE-Produkte zu ersetzen oder einzustellen, veranlasste mich im Mai dazu, eine Tour in den hohen Norden zur Marschbahn zu machen. Durch die täglich vier nach bzw. von Westerland und Dagebüll verkehrenden InterCity-Zugpaare ist dort nämlich derzeit noch der traditionelle Eisenbahnbetrieb mit Traktionswechsel von E- auf Diesellok (in Itzehoe) und das Abtrennen bzw. Beistellen von Kurswagen (in Niebüll) zu beobachten.

    20250531 095738 2721Nach ersten groben Planungen stellte sich mir die Frage, ob wohl Christoph zu solch einer Tagestour in alter TMT Manier Lust hätte. Hatte er, und so ging es am Samstag, den 31. Mai um 4:05 morgens mit dem ICE 1080 nach Hamburg – zumindest planmäßig. Der DB Navigator meldete bereits eine Stunde vorher 45 Minuten Verspätung, mit welcher der Zug dann auch tatsächlich in Göttingen eintraf. Zum Glück durfte der Zug außerplanmäßig die SFS nach Hannover benutzen, so dass wir in Hamburg mit nur 20 Minuten Verspätung ankamen. Weiter gings mit dem morgendlichen Expresszug der RE 60, und nach nur einem Halt in Husum waren wir um 9:29 in Niebüll. 20 Minuten später kam mit dem IC 2311 der erste Fernzug des Tages aus Westerland an, bekam die zwei Kurswagen aus Dagebüll, die offiziell mit eigenständiger Zugnummer verkehren, beigestellt und rauschte nach erfolgter Bremsprobe in Richtung Hamburg und Ruhrgebiet davon. Das besondere am Nordabschnitt der Marschbahn ist die alte Formsignaltechnik, die erst im Laufe der kommenden Jahre durch das aktuelle System der Ks-Signale ersetzt werden soll. Schade eigentlich, denn die großen Flügelsignale machen einfach was her! 😉